Nationalpark Neusiedlersee-Seewinkel Steppenrind - Produkt

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Das Graue Steppenrind, eine alte pannonische Haustierrasse

Diese alte, im Bestand nicht ungefährdete, Haustierrasse hat im heutigen Burgenland eine lange Tradition, vor allem als Arbeitstier auf den Gutshöfen. In der Mexiko-Puszta (heute Fertöújlak, direkt auf der anderen Seite der Staatsgrenze) stand eine große Zuchtherde der Domäne Esterházy, von der aus auch andere Höfe mit Zugochsen versorgt wurden. Es sind schöne bizarre Gestalten mit ihren langen, spitzen, vielgestaltigen Hörnern. Die Rinder sind an die Hitze des pann­oni­schen Sommers, geländemäßige Gegebenheiten, an Futter- und Bodenverhältnisse, einfach an an die Gegebenheiten der Region hervorragend angepaßt. Fast sind sie noch halbwilde Tiere mit intakten Mutterinstinkt – und trotzdem Haustiere.

Alte Haustierrassen stellen ein vielfältiges Genreservoir dar. Sie sind kulturelles Erbe, das es genauso zu erhalten gilt wie Schlösser, Kirchen, Theater und Ähnliches mehr. Der Landschaftser­haltungsauftrag im Nationalpark läßt hier eine optimale Kombination bei der Erfüllung beider Auf­gaben zu.
 

Der feine Geschmack der Puszta

Heute ist das Fleisch des Nationalpark Neusiedler See-Seewinkel Steppenrindes das ganze Jahr über verfügbar. Die Bauern achten jedoch darauf, dass immer nur ein kleiner Bestand der Tiere geschlachtet wird, meist sind das Rinder im Alter zwischen 30 und 36 Monaten und mit einem Schlachtgewicht von rund 550 bis 700 kg. Die Schlachtung erfolgt möglichst stressfrei, ohne lange Transportwege. Hier herrscht eine gute Zusammenarbeit mit lokalen Fleischereibetrieben.

Kenner beschreiben das Fleisch des Steppenrindes als besonders schmack haft. Es ist leicht durchzogen, enthält aber wenig Fett und ist von seiner Konsistenz kurzfasrig und fest. Das ist für Steppenrinder wärmerer Klima zonen typisch, denn bei ihnen erfolgt die Fettablagerung vor allem im Bereich der Bauchhöhle. Die Vermarktung erfolgt gemeinsam mit regionalen Fleischereien. Die Palette der angebotenen Spezialitäten ist meist im Bio-Segment zu finden und reicht vom Frischfleisch bis zu Nationalparkwürsteln, Graurinderwurst und Nationalparkschinken. Sie wird sowohl für private Feinschmecker als auch für die Gastronomie angeboten. Einen umfassenden Herkunftsnachweis garantieren offizielle Ohrenmarken der Tiere und das VUQS-R-System des Vereins zur Ursprungs- und Qualitätssicherung. Zusammen gewährleisten sie die Rückverfolgbarkeit von der Geburt der Tiere bis zum angerichteten Fleisch am Teller, und das lückenlos.