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Verein Genuss Region Österreich

Mooslackengasse 17, 1190 Wien
Tel.: 01 / 403 403 4
Fax: 01 / 403 403 4 - 15
office@gr-marketing.at


GRM GenussRegionen Marketing GmbH

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Kriterien

„Gutes aus meiner Region“ hat für die Produktion, ebenso wie für die Betriebe klare, transparente Kriterien festgelegt. Diese gilt es einzuhalten, um die Marke führen zu dürfen.

Die Teilnahme an einem anerkannten Qualitätsprogramm wird empfohlen. Wahlweise sind folgende Programme möglich:

  • EU-Herkunftsschutzprogramm (g.U. oder von GENUSS REGION ÖSTERREICH zugelassene g.g.A. Regionen)
  • Gutes vom Bauernhof oder vergleichbare Standards von mit dem Dachverband oder dessen regionale Vereinen  kooperierenden Direktvermarkterorganisationen in den Bundesländern
  • Anerkannte Bio-Siegel
  • AMA-Gütesiegel

Weiters ist die Mitarbeit im regionalen GenussRegions-Verein anzustreben.

Definition der Region

Die Gebietsdefinitionen der GenussRegionen Österreichs dienen als Basis und werden im Kuratorium des Dachverbandes entsprechend der Kriterien des Lebensministeriums festgelegt. Das Kuratorium des Dachverbandes entscheidet über die Verwendung der eingereichten Regionsdefinitionen bzw. über die Definition der Naturräume, um einheitliche Abgrenzungen sicherzustellen.

Herkunft (der Hauptzutaten)

  • Die erste Hauptzutat und wertgebende Bestandteile müssen zu 100% aus dieser definierten Region bzw. maximal aus einem Umkreis von 50 km zum Betrieb stammen. Beträgt die erste Hauptzutat weniger als 50% des Produktendgewichtes, so müssen auch die weiteren Hauptzutaten zur Gänze aus der definierten Region stammen, damit der Gewichtsanteil der regionalen Zutaten über 80% des Endproduktes liegt.
  • Weitere landwirtschaftliche Rohstoffe sollen herkunftsgesichert sein, z.B. AMA-Gütesiegel und nach Möglichkeit aus biologischer Landwirtschaft stammen.
  • Obst, Gemüse, Kartoffeln sowie weitere Fruchtarten, die als Monoprodukte vermarktet werden, müssen immer zu 100% aus der definierten Region bzw. maximal aus einem Umkreis von 50 km zum Betrieb stammen.
  • Monoprodukte, die durch einen Verarbeitungsschritt entstehen, wie Mehle, Öle, Essige, Direktsäfte, etc. müssen eine Zutatenbasis haben, die zu 100% aus der Region bzw. maximal aus einem Umkreis von 50 km zum Betrieb stammt.
  • Für die Fütterung sind vorzugsweise regionale Futtermittel, mit Ausnahme von Mineralfutterkomponenten, einzusetzen (eigene Region oder Partnerregion). Sollte der Zukauf aus keiner Partnerregion erfolgen, ist ein Zertifikat für gentechnikfreie Futtermittel nachzuweisen. Die Produktion muss der Förderung der Biodiversität und der regionalen Struktur dienen.
  • Bei Ernteausfällen kann eine Ausnahmegenehmigung für einen Zukauf aus einer anderen definierten Region über Antrag beim Dachverband gewährt werden. Der Rohstoff muss jedenfalls aus einer Partnerregion stammen, die ebenfalls den Richtlinien entspricht.
  • Zutaten bzw. Rohstoffe deren Produktion in der definierten Region nicht möglich ist, wie z.B. Kakao, Kaffee, Kokos, Gewürze (Pfeffer, Curry,…), tropische Früchte etc. und deren Gewichtsprozentanteil unter 20% liegt, können außerhalb der definierten Region bezogen werden. Es ist darauf zu achten, dass die Rohstoffe mit einem Nachhaltigkeitszertifikat ausgezeichnet sind (wenn vorhanden), z.B. FairTrade, Bio, UTZ

Für Produktions- und Verarbeitungsbetriebe gilt:

  • Die Verarbeitung erfolgt in kleinen, vorzugsweise familiengeführten Handwerksbetrieben mit maximal 50 MitarbeiterInnen. Die Freigabe von größeren Betrieben bedarf der gesonderten Zustimmung durch den Dachverband Genuss Region Österreich.
  • Der Verarbeitungsort muss in der definierten Region bzw. maximal in einem Umkreis von 50 km zum Betrieb liegen.
  • Bei fleischverarbeitenden Betrieben ist die Mitgliedschaft beim Tiergesundheitsdienst verpflichtend (in begründeten Fällen kann auch der Vertrauenstierarzt namhaft gemacht werden).
  • Der Weg zum Schlachthof (Lebendtiertransport) darf 50 km nicht überschreiten.
  • Eine Bestätigung bezüglich der Einhaltung der gesetzlichen Rahmenbedingungen ist von der Veterinärbehörde jährlich, bzw. von der Lebensmittelaufsicht, entsprechend der Zuständigkeit, alle vier Jahre vorzulegen.
  • Bei geschützten Kulturen ist auf Energie-Effizienz und klimaschonenden Energieeinsatz zu achten. Bei Austausch von Heizeinrichtungen ist auf nachhaltige Energieformen umzusteigen. Der Nachweis von spartenspezifischen Energieoptimierungs-Beratungen kann eingefordert werden.
  • Bei notwendiger künstlicher Bewässerung ist auf geschlossene Wasserkreisläufe zu achten. Die Trinkwasserqualität ist regelmäßig zu überprüfen und bei Bedarf nachzuweisen.

Sonstiges

Die besondere Qualität des Verarbeitungsproduktes ist nachzuweisen:

  1. Traditionelle Methoden (Die Bewertung erfolgt im Rahmen der Erstprüfung in Abstimmung mit dem regionalen Koordinator der GENUSS REGION ÖSTERREICH.)
  2. Zusammensetzung der Produkte. Maximaler Verzicht auf synthetische Zusatzstoffe, Geschmacksverstärker, synthetische Farbstoffe. (Die Bewertung erfolgt im Rahmen der Erstprüfung).
  3. Schonende Verarbeitung zur maximalen Erhaltung der natürlichen wertgebenden Inhaltsstoffe und Optimierung des natürlichen Geschmackes. (Die Bewertung erfolgt im Rahmen der Erstprüfung in Abstimmung mit der/m regionalen KoordinatorIn der GENUSS REGION ÖSTERREICH.)

Es dürfen mit „Gutes aus meiner Region“-Produkten keine Preisaktionen durchgeführt werden.

Jede/r LizenznehmerIn verpflichtet sich, Änderungen der qualitätsrelevanten Daten binnen eines Monats dem Dachverband Genuss Region Österreich unaufgefordert zu melden.