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Verein Genuss Region Österreich in Zusammenarbeit mit Genuss ab Hof eG

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Wettbewerb Plastikfrei, sei dabei!

Fotocredit: GRM/Krug
Plastikfrei, sei dabei! - Gewinner
GRM/Krug

Am 4. September 2019 wurden die 15 steirischen Preisträger des Wettbewerbs Plastikfrei, sei dabei! ausgezeichnet. Insgesamt haben sich knapp 500 Betriebe an der Aktion beteiligt, 95 % davon in der Steiermark.
Hier dürfen wir Ihnen nun die Gewinner in den drei Kategorien vorstellen...

 

 

Kategorie 1: Dialog, der sich lohnt

Analog ist der Neue Luxus. Das persönliche Gespräch wird von den 4 ausgezeichneten Betrieben besonders intensiv gepflegt. Sie tragen wesentlich zur Bewusstseinsbildung im Themenbereich bei und motivieren zum raschen Tun im Alltag.

 

Familie Farmer-Rabensteiner vlg. Graf, Bad Gams, Furt 8, 8524 Deutschlandsberg
Exkursionsbauernhof und Direktvermarktungsbetrieb. Sie fungieren als „gläserner Hof“, produzieren und vermarkten prämierte Essige in großer Vielfalt, steirisches Kürbiskernöl, pämierte Liköre und vieles mehr. Bevorzugt kommen Papier und Glas zum Einsatz. Zuschauen beim Ölpressen, Verkostungen oder Besuch der Keramikwerkstatt zählen zu den Highlights des Hofes. Knapp 50.000 BesucherInnen 2018 konnten sie vor begeistern.

GenussBauernhof Aroniahof Kober, Hochenegg 22, 8262 Ilz, info@aroniahof-kober.at; www.aroniahof-kober.at; 0664/3400897
Als GenussBauernhof mit dem Leitprodukt Steirische Käferbohne gibt Familie Kober die Gäste Einblick in die Herstellung der hofeigenen Produkte, wie diese erzeugt werden, was die besondere Qualität ausmacht und ladet zum Verkosten ein. Sie bieten im Hofladen Produkte von weiteren 37 qualitätsgeprüften Produzenten an, insgesamt mittlerweile 890 verschiedene Produkte. Plastikfrei leben sie als Philosophie am Hof und haben damit viele Kunden bereits zum Umdenken gebracht. Besonders stolz sind sie auf die trinkfertigen Säfte mit Drehverschluss, die von Kindern besonders geschätzt werden. Mehrwegglasgebinde für Milch, Aufstriche, Honig, Eingelegtes uvm werden forciert. Müllvermeidung und Plastikfrei wird auch bei ihren Verkostungen und Festen am Hof mit jeweils mehr als 2000 Gästen umgesetzt.

Pölzl Gemüse, Pölzl Franz & Susanne, Kaiserwaldweg 50, 8010 Graz
Mit der Aktion „Apferl statt Sackerl“ hat Familie Pölzl bereits 2017 gestartet. Bei Aktionstagen werden jene Kunden mit einem Apfel belohnt, die bei ihrem Einkauf einen Einkaufskorb, eine oder eine Tasche mithaben. Damit wird der Verpackungsmittelverbrauch kontinuierlich gesenkt. Kunden danken das vorbildliche Engagement mit treuem Einkauf.

 

Kategorie 2: Nähe die sich lohnt

Kurze Transportwege, konsumentennahe Vertriebswege gewinnen wieder an Bedeutung. Wenn der Einkauf zu Fuß oder per Rad erledigt werden kann, ist es perfekt! Die 45 steirischen Genussläden mit den über 800 bäuerlichen qualitätszertifizierten Direktvermarktungsbetrieben in der Steiermark, aber auch die rund 150 Bauernmärkte und 700 Ab Hof-Verkaufsstellen von Gutes vom Bauernhof und Genuss Region Österreich sind Vorreiter, wenn es um Nachhaltiges Wirtschaften geht. Die Betriebe pflegen das tägliche Gespräch mit den qualitätsbewussten Kunden. Schon lange verzichten sie auf unnötige Verpackung und verzichten weitestgehend auf Plastik. Kunden kommen, weil sie die Produkte schätzen, die kleinbäuerlichen Strukturen unterstützen wollen und nicht um kundenverwirrende Preisaktionen nachlaufen, die auf dem Rücken der Produzenten und Konsumenten und zum Schaden der Natur laufen. 7 Projekte verdienen eine besondere Auszeichnung:

 

GenussLaden Grasmugg, Peter Grasmugg, 8082 Kirchbach 24, office@grasmugg.at, www.grasmugg.at
Mehrwegverpackungen werden im Kaufhaus forciert, Verpackungen aus nachwachsenden Rohstoffen bevorzugt. Peter Grassmugg ist ein Kaufmann der besonderen Art. Mit seinem E-Bike macht er Hauszustellungen im Umkreis von 10 km. In der Gemeinde haben sich alle Vereine verpflichtet für Veranstaltungen ausschließlich regionale Produkte für ihre Feste zu verwenden. Er zählt zu den Pionierbetrieben, die den ausgelagerten Ab Hof-Verkauf als shop-in-shop-System mit dem Landesverband vor 18 Jahren gestartet hat. Photovoltaik-Anlage für das Kaufhaus, Ökostrom der Region, uvm zeugen von seinem Engagement für gelebten Klimaschutz.

GenussLaden Altenmarkt, Leben aus der Erde, 8280 Altenmarkt bei Fürstenfeld 251, info@genussladen-altenmarkt.at, T 03382/52798, Obmann Herbert Lebitsch
Plastikfreikonzept wurde mit den bäuerlichen Lieferanten erstellt und umgesetzt Weiters motivieren sie ihre Kunden bei Geschenkskörben auf Cellophan zu verzichten, Kunden können die Eier aus den 30er Höcker in deren mitgebrachten 10er oder 6er Tassen einpacken, Pfandsystem bei Gläsern wird forciert. Auch bei Büromaterial wurde auf Ersatzprodukte umgestellt, Der Umstieg auf nassfestes Pergamentpapier ist in der Feinkost beschlossen. Derzeit werden noch Altbestände verbraucht.

Genussladen Drassling, Agrarunion Südost eGen Lagerhaus & Co.KG, Herta Frank, 8422 St. Nikolai/Drassling, Drassling 95
Es gibt weder Kaufhaus, noch einen Wirt im Ort. Der Genussladen positioniert sich als „Beisl“ und „Seelentröster“ aller Art. Dass das mit den regionalen zertifizierten Qualitätsprodukten der Markenfamilie Genuss Region Österreich und Gutes vom Bauernhof auch in einer kleinen Landgemeinde funktionieren kann, verdient besonderen Respekt! „So gut es geht, plastikfrei“ ist zu einem wichtigen Thema im Gespräch mit den mitmachenden bäuerlichen Direktvermarktern und Stammkunden geworden

Genussladen Klapothek, Margit Sallfellner, Leutschacher Straße 37, 8454 Arnfels, T 03455/6644, info@klapothek.at, www.klapothek.at
Regionale Lebensmittel in Arnfels anzubieten und Treffpunkt für Menschen zu sein, war die Motivation von Margit Sallfellner, die 1992 mit ihrer Schwester den Laden eröffnete und damit in die Selbständigkeit gingen. Pfandsystem, kompostierbare Tragtaschen, Vorreiter für plastikfreie Verpackungen in der Region zu sein, prägen das tägliche Tun. In das Genussladen-Franchisesystem  als etablierter Laden einzusteigen war ein logischer Schritt, weil sie die Mühen eines Kleinbetriebes kennen. Über das Franchisesystem wird die Nische der kleinen Läden unterstützt und wertvolles Know-How aufgebaut. Ein Miteinander, das stärkt.

Le Naturel, Energietechnik Nauschnegg, Daniela Mersnik, 8552 Eibiswald 126, T 0680/4012504
Aus der Energietechnik kommend baut ihr Konzept Le Naturel auf 3 Säulen:

1)      Regionaler Bioladen. In Zusammenarbeit mit Biobauern der Region bieten sie eine wachsende Palette an regional produzierten Biolebensmitteln weitestgehend „verpackungsfrei“ an. Kunden können ihre Verpackung mitbringen

2)      Wissensvermittlung. Sie veranstalten regelmäßig Workshops im Bereich Natur, Gesundheit und Ernährung.  Sie sind auch Ansprechpartner im Bereich Service, Reparatur und Beratung für Elektrohaushaltsgeräte

3)      Netzwerken. Nur gemeinsam sind wir stark. Regionale Nahversorgung braucht das Gespräch vor Ort. Sich in gemütlicher Atmosphäre im Laden treffen und zu Fragen einer nachhaltigen Lebensweise im Gespräch bleiben, Wissen und Erfahrung aufbauen, sind gerade in einer globalisierten digitalen Welt unverzichtbar.

Handwerk Kreativ, Mühlstraße 53, 8072 Fernitz, T 0664/5077485, info@hk-hubmann.at, www.hk-hubmann.at
„Plastikfrei und Spaß dabei“ ist das Motto. Als kleines Unternehmen erzeugen sie Holz-Unikate als Verpackung. Die Lunchbox aus regionalem Buchenholz entwickelt für die tägliche Kinderjause.

Für Obst, Gemüse, Brot, Käse, Nüsse… eingewickelt in ein Bienenwachstuch, Deckel drauf und Band herum, die ganz persönliche Lunchbox.

Franz und Maria Schöninger, www.schoeninger.at, T 0664/75109979
Sie zählen zu den Pionieren der bäuerlichen Milchverarbeitung. Und haben bei Joghurts, Vollmilch und Frischkäseprodukte immer auf Pfandglas gesetzt. Mit ihren prämierten Milchprodukten haben sie mittlerweile ein dichtes regionales Versorgungsnetz aufbauen können und sind eine willkommene Ergänzung des industriellen Angebotes

 

Kategorie 3: Alte Technik neu interpretiert

Obst- und Weinbau Elisabeth und Josef Nuster, Gigingweg 14, 8063 Eggersdorf, 0664/9466651, obstbau.nuster@speed.at, www.obstbau-nuster.at
Sie sind Vorreiter, wenn es um plastikfreie Verpackung auf den Grazer Bauernmärkten geht. Schon vor Jahren haben sie den Plastikschalen bei Erdbeeren, Himbeeren.. Ade gesagt. Papiertüten für das Obst waren selbstverständlich, seit 2 Jahren gibt es ausschließlich nassfeste Papiertragtaschen, wenn jemand seinen Einkaufskorb vergessen hat. In 3 Jahren konnten Sie Plastikverpackung auf den Märkten Großteils verbannen. Als Obmann der GenussRegion Oststeirischer Apfel hat Sepp Nuster sich intensiv eingesetzt, um über Sammelbestellungen gute Preise für nachhaltige Verpackungen zu erzielen.

Hütter Pute und Huhn aus Krusdorf
Hendel, Puten und Enten erzeugen und vermarkten, damit haben sie sich 30 Jahren als Kleinbetrieb im Vollerwerb ihre Zukunft gesichert und sind sogar Arbeitgeber in der Region. Weidehaltung, gentechnikfreie Fütterung und sorgsame Produktion ist zu wenig. Küchenfertig, damit kleine Haushalte zugreifen. Statt Plastik für Frischfleisch setzen sie immer stärker auf Pergamentersatzpapier. In zweijähriger Entwicklungsarbeit haben sie nun Frischfleisch nun im Rexglas verpackt – Idee wie zu Omas Zeiten. Es ist länger haltbar als im Vaccumbeutel. Der Kunde kann das Glas aus dem Kühlschrank nehmen, den Deckel und Rexgummi entfernen und im Glas im Rohr bei Niedrigtemperatur garen. Nach 30-40 Minuten hat man eine köstliche Mahlzeit ohne Plastikmüll. Das RExglas kann als Pfandglas wieder zurückgegeben werden.

Familie Reitzer Ferl, Hofstraße 30, 8076 Vasoldsberg, T 0316/491226, fam.reitzer-ferl@aon.at
Familie Reitzer Ferl sind Vorreiter wenn es um Nudelverpackung auf den Grazer Bauernmärkten geht. Wie beliebt nun Nudel im nostalgischen Glas als Mitbringsel sind, hat sie selber überrascht. Dass die Gläser kaum retour kommen, zeigt, dass sie vermutlich als Vorratsdose geschätzt sind.

Moarhof Hechtl, Fam Schrenk, Haufenreith 56, 8162 Passail, info@moarhechtl.at, T 0664/8514430
Seit 2019 vermarkten Sie Nudeln im Hofladen über Spender. Kunden können ihre eigenen Behälter mitnehmen und ihre Lieblingsnudeln auswählen. Weiters bietet Fam Schrenk auch Nudeln im Pfandglas an. Einkaufstaschen werden ausschließlich in Papier angeboten.

Fachschule Schloß Frauenthal, Dir. Ursula Gangl-Schriebl
Der Plastikflut den Kampf ansagen und Rucksäcke trendig selbst gestalten und nähen, war die Idee, die umgesetzt wurde. Die Rucksäcke sind vielseitig einsetzbar, heben das Bewusstsein für den Einkauf von Lebensmitteln bei den jungen Menschen

 

Wir gratulieren allen Gewinnern sehr herzlich!